Finanzielle Selbstbestimmung
für Frauen

Warum Mut der Schlüssel zur langfristigen Finanzplanung ist

Karenz, schwer planbare Berufswege aufgrund von Kinderbetreuung, Pflege oder andere familiäre Verpflichtungen sowie langjährige Teilzeitarbeit. Als ob Frauen nicht ohnehin schon einen großen Rucksack zu tragen haben, kommt es im Laufe des Lebens doch zu weiteren wichtigen Fragen. Insbesondere dann, wenn es um die langfristige und nachhaltige Finanzplanung geht. Im folgenden Interview mit den beiden Expertinnen Karin Bihun, MSc und Dr. Nadja Wechselberger, MBA geht es um finanzielle Selbstbestimmung für Frauen und um ihre Initiative „fem.invest.next“, die Frauen in jeder Lebensphase dabei unterstützen soll, mutig und informiert finanzielle Entscheidungen zu treffen.

Ein exklusiver Fachabend für Frauen – am 25. Februar 2026

Warum wurde die Initiative „fem.invest.next.“ ins Leben gerufen?

Wechselberger: Wir als Private Bankerinnen sprechen regelmäßig intensiv mit Menschen über ihre Lebenssituationen und Bedürfnisse. Frauen haben diesbezüglich oft eigene Lebenshürden zu meistern, die sie finanziell fordern oder sogar auch überfordern können. Wir möchten mit „fem.invest.next.“ die Frauen ermutigen, ihre finanziellen Agenden selbst zu steuern. Finanzplanung gibt den Frauen die Freiheit, ihr Leben nach ihren Bedingungen zu gestalten. Und das möchten wir ganz stark fördern. 

Bihun: Genau. Wir freuen uns besonders, dass wir für dieses Event die Stadt Schwaz und die Schwazer Frauen als Kooperationspartner gewinnen konnten. Für uns ist es ein Selbstverständnis in der Region Finanzwissen in all seinen Facetten an die Menschen zu vermitteln.

Jetzt ist das Schlagwort „Mut“ gefallen. Warum habt ihr das Thema „Mut“ auch als einen der Leitgedanken für die Veranstaltung gewählt? 

Bihun: Wir wollen Frauen motivieren, trotz vieler unsicherer Lebensfaktoren, entschlossen zu entscheiden. Erfahrungsgemäß stellen Frauen ihr finanzielles Bedürfnis nach Sicherheit und Liquidität in den Vordergrund. Unsere Aufgabe ist es aber auf den inflationsbedingten Wertverlust aufmerksam zu machen. Denn nominaler Werterhalt ist nicht gleich realer Werterhalt. 

Karin Bihun, MSc - Spezialistin Private Banking

„Wir wollen Frauen motivieren, trotz vieler unsicherer Lebensfaktoren, entschlossen zu entscheiden.“   

– Karin Bihun, MSc, Spezialistin Private Banking

Bleiben wir beim Stichwort „Mut“. Braucht es nicht aufgrund der Komplexität ohnedies eine Extraportion „Mut“ in Wertpapiere einzusteigen? 

Wechselberger: Das mag vielleicht wirklich der erste Gedanke sein und es ist verständlich, dass vor neuen Themen auch eine gewisse Reserviertheit besteht. Aber genau da können wir mit unserem Know-How unterstützen.  

Bihun: Ja - Wenn man Spezialistinnen an seiner Seite hat, dann ist es so wie mit dem Skifahren lernen. Man stellt sich nicht auf die Ski und ist sofort ein Profi. Aber es gibt Skilehrer:innen, die einem schrittweise die Grundkompetenz beibringen können. Und genauso bauen wir im Rahmen unsere Beratungsgespräche schrittweise das Wissen rund um Wertpapiere auf. 

Jetzt haben wir das „Wie“ geklärt. Aber ab „wann“ ist es denn sinnvoll, mit dem Investieren zu beginnen? 

Bihun: Diese Frage bekommen wir natürlich sehr oft gestellt. Man muss verschiedene Aspekte berücksichtigen. Gut wäre es natürlich, wenn man sich dem Thema schon öffnet, sobald man einen Teil seines eigenen Einkommens langfristig ansparen kann. Es ist ein Mythos, wenn man davon spricht, dass es große Beträge sein müssen. Man kann zum Beispiel schon mit kleinen Beträgen, wie 50 Euro monatlich, einen Ansparplan erstellen und damit eine sinnvolle Anlagestrategie verfolgen. Kurz gesagt, je früher, desto besser.

Wechselberger: Im späteren Verlauf des Lebens können gewisse Anlässe wie zum Beispiel ein Hausverkauf oder eine Erbschaft dazu führen, dass man über ein größeres Vermögen disponieren muss. Den größten Fehler, den Frauen machen können: gar nichts mit ihrem Geld zu tun.

„Den größten Fehler, den Frauen machen können: gar nichts mit ihrem Geld zu tun.“

– Dr. Nadja Wechselberger, MBA, Spezialistin Private Banking

Bitte beachten Sie: Eine Veranlagung in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.